Heinen-Esser sieht Nordrhein-Westfalen auf dem richtigen Weg

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In Nordrhein-Westfalen sind in den Jahren 2016 bis 2020 die in der Düngeverordnung festgelegten Obergrenzen zur Ausbringung organischer Dünger landesweit unterschritten worden. Während laut dem ersten Nährstoffbericht von 2013 die Grenze von 170 kg Stickstoff (N) pro Hektar und Jahr für den Einsatz organischer Dünger damals noch in zwei Kreisen überschritten worden war, lag die Menge 2020 in keinem Kreis Nordrhein-Westfalens mehr über der Marke von 150 kg N. Das geht aus dem dritten Nährstoffbericht hervor, den die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen jetzt vorgelegt hat. Dem Bericht liegt die Auswertung von 35 000 einzelbetrieblichen Nährstoffvergleichen zugrunde.

Wie das Düsseldorfer Agrarressort gestern dazu mitteilte, sind in der Berichtsperiode die Wirtschaftsdüngerimporte aus den Niederlanden um etwa 50 % zurückgegangen. Gleichzeitig werde der Wirtschaftsdünger immer effektiver verwertet. Den Mineraldüngereinsatz verringerten die Landwirte gemäß dem Bericht im Mittel um etwa 20 % auf 81 kg N je Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF).

Nach den Worten von Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser zeigt der Dreiklang aus düngerechtlichen Regelungen, gezielter Förderung und Beratung sowie kooperativer Zusammenarbeit beim Gewässerschutz Wirkung. "Wir sind auf dem richtigen Weg, die Düngepraktiken haben sich in vielen Punkten deutlich verbessert", betonte die CDU-Politikerin. Dies helfe Natur und Umwelt und sei praktikabel für die Landwirte, ohne dass das Pflanzenwachstum leide.

Der Bericht zeigt dem Agrarressort zufolge einen zunehmend effizienteren Einsatz der Nährstoffe bei der Düngung auf. Heinen-Esser führte den Rückgang der Nährstoffimporte und des Mineraldüngereinsatzes auf die strengeren rechtlichen Vorgaben und effektiveren Kontrollen zurück. "Die Regelungen der Düngeverordnung greifen", so die Ministerin. Sie geht davon aus, dass sich der positive Trend verstetigen und mit Verzögerung auch zu sinkenden Nitratbelastungen führen wird. Heinen-Esser bezeichnete deshalb Rufe nach weiteren Verschärfungen als "voreilig". AgE

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