Mehrere Agrarminister warnen vor Kluft in den Zulassungspraktiken

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Vor zunehmenden Störungen des Welthandels mit Agrarerzeugnissen aufgrund uneinheitlicher Zulassungspolitiken haben die Landwirtschaftsminister von Argentinien, Brasilien, Kanada und den Vereinigten Staaten gewarnt. Das Ausmaß der Unterschiede in der Regulation nehme weltweit zu und erfordere Gegenmaßnahmen, um negative Effekte für die Handelspartner und die weltweite Ernährungssicherheit zu vermeiden, erklärten die vier Ressortchefs am Samstag auf dem G20-Treffen der Agrarminister im japanischen Niigata. Angesprochen fühlen dürfte sich vor allem die Europäische Union.

Trotz des jährlich zunehmenden Anbaus von mit biotechnologischen Methoden entwickelten Sorten gebe es in einigen Wirtschaftsräumen auch nach Jahrzehnten der sicheren Nutzung dieser Kulturen noch einen Rückstand bei den Genehmigungsverfahren, kritisierte die Ministergruppe. Dadurch steige die Gefahr, dass durch den Nachweis von unbeabsichtigten Kontaminationen mit Kleinstmengen nicht zugelassener Sorten der Warenverkehr gestört werde.

Die Ressortchefs der vier Länder kündigten an, die Zusammenarbeit mit anderen Staaten noch im laufenden Jahr zu intensivieren, um dem Problem auf globaler Ebene durch praktische, wissenschaftsbasierte und transparente Lösungen zu begegnen. Landwirtschaftliche Innovation und damit auch biotechnologische Methoden seien ein wesentlicher Teil der Lösung von Herausforderungen wie Ernährungssicherheit und Ressourcenknappheit. AgE

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