Milch, Schwein und Getreide

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Das Preisniveau auf dem Milchmarkt ist anhaltend hoch. Auf der einen Seite werden dadurch zwar zum Teil die Einkäufer abgeschreckt, aber vor allem mit dem Blick auf kommende Zeit dürfte sich der Bedarf noch erhöhen, sodass auch weiterhin festere Tendenzen zu sehen sein könnten. Preissteigernd: Knappe Rohstoffverfügbarkeit, stete Nachfrage, anlaufendes Weihnachtsgeschäft und ein international hohes Preisniveau. Preissenkend wirken Unsicherheiten aufgrund der Corona-Pandemie und günstige Offerten aus dem Ausland.

Trotz Anzeichen für eine zaghafte Entspannung können sich die Einflußfaktoren auf dem Schweinemarkt nicht spürbar im aktuellen Preisgeschehen durchsetzen. Als Erfolg wird bereits eine zunehmende Stabilisierung der Entwicklung verbucht.

Die Erwartungen richten sich beim Absatz auf ein sich belebendes Vorweihnachtsgeschäft, beim Lebendangebot auf abnehmende Schlachtzahlen und beim Export auf ein verbessertes Absatzventil beim Drittlandgeschäft. Sorgen bereitet die um sich greifende Entwicklung der Covid-Pandemie. Zu den preissteigernden Faktoren zählen ein leichter Auftrieb für Teilstücke und die Erwartung niedriger Lebendangebote. Zu den preissenkenden Faktoren zählen ein unzureichendes Drittlandgeschäft, Angebotsdruck im EU-Binnenmarkt, Covid-bedingte Beschränkungen bei der Vermarktung und eine begrenzte Nachfrage.

Die Getreidemärkte geraten etwas unter Druck. Vor allem die Weizenfufures gaben dabei deutlich nach. In Chicago notierte der führende Dezember-Future zum Börsenschluss bei 810,25 US-Cent/bushel (-16,00). Der festere Dollarkurs und der leicht bessere Crop Report beim US-Weizen sorgten für die Kurskorrektur. Im Fahrwasser der schwächeren Weizenkurse zeigten sich auch die Mais-Futures leichter. An der Euronext verlor der Weizen Frontmonat 5,75 Euro/t und schloss bei 289,00 Euro/t. Die zuletzt sichtbar größer werdenden Versorgungsängste und die weltweit gute Weizen-Nachfrage dürfte das Marktumfeld aber grundsätzlich weiter stützen.

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