Özdemir und Schulze begrüßen Verlängerung des Getreideabkommens

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Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir und Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze haben die gestern vereinbarte Verlängerung der Schwarzmeerinitiative zum Export von ukrainischen Agrarprodukten über den Seeweg begrüßt. "Ukrainisches Getreide kann weiter sicher über das Schwarze Meer verschifft werden und trägt damit zur weltweiten Ernährungssicherung bei", betonte Özdemir in Berlin. Das sei für weltweit Millionen Notleidende ein Lichtblick in diesen dunklen Zeiten.

Laut Özdemir trägt die Ukraine als einer der wichtigsten Agrarexporteure trotz des russischen Angriffskrieges zur Stabilisierung der Weltmärkte bei und hilft, Lebensmittel bezahlbar zu halten. Besonders in Ostafrika, wo eine der schlimmsten Hungerskrise wüte, seien Mütter und Väter darauf angewiesen, um ihre Kinder zu ernähren, so der Ressortchef.

Özdemir bekräftigte dennoch, dass Alternativexportrouten zum Schwarzen Meer dauerhaft etabliert werden müssten. "Die Ukraine kann sich nicht wieder von der Gunst Russlands abhängig machen", warnte der Landwirtschaftsminister. Es sei nämlich damit zu rechnen, dass Russlands Präsident Wladimir Putin das Schwarzmeer-Getreideabkommen auch weiterhin als Druckmittel einsetzen werde. Es sei gut, dass die EU-Kommission mit Partnern eine weitere Milliarde Euro zum Ausbau der Solidaritätskorridore mobilisiert habe.

Auch Schulze hob hervor, dass man sich nach den Erfahrungen der vergangenen Wochen auf Putins Wort nicht verlassen könne. "Wir brauchen tragfähige Alternativen. Mein Bemühen gilt deshalb Lösungen, mit denen wir gemeinsam die Abhängigkeiten von Getreideimporten in unseren Partnerländern reduzieren", so die Bundesentwicklungsministerin. Hierzu gehöre auch der nachhaltige klimaangepasste Anbau von lokalen Sorten. "In meinen Gesprächen auf der Weltklimakonferenz war der Zusammenhang von Klima und Landwirtschaft ein zentrales Thema", berichtete Schulze.

Außerdem kündigte die Entwicklungsministerin vorbehaltlich der Entscheidung des Bundestags an, in diesem Jahr sehr kurzfristig rund 500 Mio Euro zusätzlich für den Kampf gegen den Hunger und für die globale Ernährungssicherheit bereitzustellen. AgE/kk

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